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Am höchsten ist die Dichte der Szeneläden wohl im Hamburger Berg. Hier reiht sich eine Kneipe neben die andere, aber nicht jede ist für jeden geeignet. Am Anfang des „Bergs“ kommt man z.B. am Knallermann, am Goldenen Handschuh oder am Rodeo vorbei, und man sollte auch wirklich erst mal weitergehen, denn die „richtigen“ Läden kommen erst noch.

Nach ein paar Metern stößt man dann auf meinen ersten Tipp in dieser Straße, das Ex-Sparr. Es deutet schon an, welcher Trend sich hier durchgesetzt hat, denn die rot gestrichenen Räume mit Discokugeln, Glitter und Kickertisch sind kein Einzelfall. Dennoch hat hier jedes Etablissement seinen eigenen Charme. Das Ex-Sparr ist eher rustikal und lädt zum Abhängen, tanzen oder Kickern ein. Ab 1h ist es hier rappelvoll.

Der nächste Laden, den ich vorstellen möchte, ist Rosis Bar, nicht viel leerer sondern ebenfalls sehr beliebt und voller junger Leute, aber etwas plüschiger und trashiger eingerichtet.

Der dritte Klassiker hier ist das Roschinsky’s, wo man besonders gut tanzen kann. Hinzu kommt ein etwas neuerer Laden, die Barbarabar, die aber keine Startprobleme hatte sondern schnell an die Beliebtheit der anderen Kneipen anknüpfen konnte. Etwas rockiger geht es im Lunacy zu, ein kleinerer und gemütlicher Laden auf der anderen Straßenseite, aber auch hier steht natürlich ein Kickertisch und die Einrichtung ist kitschig-plüschig.

Die Lieblingsgetränke in dieser Straße sind außer Becks und Astra übrigens Erdbeer-Daiquiri und Mexikaner (würzige Kurze mit Tomatensaft). Das billigste Bier bekommt man im Blauen Peter IV, eine rustikale Kneipe, in der einst Seemänner einkehrten. Heute wird sie aber längst vom normalen Kiez-Publikum bevölkert und man steht hier bis vor die Tür oder tanzt zu 60er Soul, Ska oder Rock.

In den Hamburger Berg kommen vor allem Ortskundige, da die Touristenströme meistens dran vorbei laufen – so ist man „unter sich“. Im Sommer wird auch hier die Straße zum Biergarten und nicht selten wird auch auf parkenden Autos Platz genommen.

Auf dem Rückweg zur Bahn bieten sich das Lehmitz oder der Clochard (beide wieder auf der Reeperbahn) an, um einen letzten Absacker zu nehmen. Hier ist aus irgendeinem Grund immer etwas los, obwohl es beide Läden schon so lange gibt, wie die meisten denken können. Verändert hat sich nicht viel und attraktiv sehen sie von außen auch nicht aus – aber trotzdem kommen die Gäste. Da muss ja irgendetwas dran sein...